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Joachim schrieb am 16.08.2010 um 07:29 Uhr                                  
Lieber Arno,
die Logik, dass in Hamburg nur neuer Wohnraum durch das Fällen von Bäumen geschaffen werden ist ebenfalls zu hinterfragen. Es gibt in der Tat unzählige Beispiele dafür, dass in Hamburg \"die Dinge immer nur einseitig betrachtet werden\" und die \"Privatisierung\" von Raum durch die \"Pfeffersäcke“, bei denen es sich schon lange nicht mehr um ehrbare Kaufleute handelt, ist eine traurige Realität.
Am hanebüchensten allerdings ist die Argumentation \"dass dort Bauarbeiter über Monate eine Arbeit hatten ....\" - dieser simplen Rhetorik folgend, wäre es dann ja ein leichtes endlich wieder Vollbeschäftigung in Hamburg zu haben.

Die Eroberung von Raum und Vertreibung sind leider nichts wirklich Neue - neu ist allenfalls, dass Menschen sich auf so etwas Altmodisches wie \"Nachhaltigkeit\" besinnen.

Joachim"
 
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Arno schrieb am 16.06.2010 um 11:07 Uhr                                  
Ich finde es gut, dass sich Leute zusammentun und hinterfragen, was Stadtplaner sich so ausdenken. Leider habe ich aber oft den Eindruck, dass es viele Leute gibt, die sich prinzipiell gegen alles Neue wehren. Einerseits wird immer beklagt, dass es nicht ausreichend Wohnraum gibt, wird aber gebaut schreien alle rum, weil dafür ein Baum gefällt werden muss. Es gibt unzählige Beispiele wo die Dinge immer nur einseitig betrachtet werden. Nehmen wir das Wasserturmhotel im Schanzenpark. Gut, ohne die Proteste wäre der Bau vielleicht anders verlaufen, aber auch dort wurde die Diskussion auf Seiten der Gegner immer nur so geführt, dass die „Pfeffersäcke“ sich wieder ein Stück Hamburg unter den Nagel reißen. Dass dort Bauarbeiter über Monate eine Arbeit hatten und jetzt Hotelangestellte einen Job haben, wo vorher eine Ruine stand, hat anscheinend Jeder vergessen, der dagegen war. Das Gleiche gilt für Ikea in der großen Bergstraße, die auf der Seite nahezu brach liegt.
An der Ecke Holstenstraße (Thedestraße / Chemnitzstraße) werden neuen Wohnungen gebaut. Es entstehen Miet- und Eigentumswohnungen. Soll heißen, es entsteht Wohnraum für Leute, die sich Eigentum leisten können und für welche, die das nicht können. Mir gefällt das. Ich kann dort nicht erkennen, dass mir dort nur „coole Maisonette-Eigentumswohnungen vor die Nase gesetzt“ werden.
 
Editiert am: 16.06.2010 um 16:39 Uhr   Meinung bearbeiten (Nur für den Autor)

Willy Sch.... schrieb am 28.05.2010 um 11:11 Uhr                                  
Sollte mann sich, nicht über jeden Baum freuen! jeden Park den wir noch haben.ich persönlich freue mich immer wieder,wenn die Bäume wieder aus iheren Winter schlaff erwachen. Da ich,2002 ein schweren Auto umfall hatte,und seit dem 60%Schwerbehindert bin,Und lange wege für mich nicht mehr in frage kommen.Bin ich froh über jedes stück grüner fläche (natur) die wir , hier in Altona noch haben.Mit freundlichen Grüßen WILLY \""
 
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S. Oleg schrieb am 03.10.2009 um 21:55 Uhr                                
Ich als Hund mag riechende Ecken in St. Pauli ebenso wie ungeordnetes spannendes Grünzeug.
Da gibts mehr zu entdecken als in eingezäunten doggybags.
Ich brauche keine Doggybag aus der ich die Reste der Verhandlung fresse. Ich will alles wie es ist!
Ich will Brachflächen innerhalb der Urbanität erhalten wissen. Keine versuchte Natürlichkeit innerhalb der Unnatürlichkeit. Für dieses ganze Geld werden alle Hunde der Stadt bis zu ihren Lebensenden satt.

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Erika Reglin-Hormann schrieb am 12.09.2009 um 13:13 Uhr                                  
Guten Tag,
ich wohne seit 2004 in der Wohlers Allee. Mit den Plänen zur Veränderung des Stadtteils bin ich erst jetzt konfrontiert. Ich habe deshalb noch keine Meinung, bin also weder dagegen, noch dafür, den Grünzug zu verändern.
Ich denke, ich schreibe einfach mal, was mir bisher gefällt und was mir nicht gefällt.

Wohlers Park: der kann so bleiben wie er ist.
Spielplatz mit Café: da bin ich häufig mit meinem vierjährigen Sohn. Wir sind genauso oft auf dem Spielplatz wie auf der Skaterbahn, die gerne etwas größer sein dürfte
Neuer Sportplatz neben der Thadenstraßenschule: finde ich großartig, besonders für die etwas älteren Kinder und Jugendlichen. Wird jetzt aber auch häufig von Erwachsenen genutzt. Gleich daneben: ein etwas missratenes Spielkonzept. Die Klettermöglichkeiten sind, wie soll ich sagen, wohl aufgrund irgendeiner Baulücke gebaut worden?
Die Holstenbrücke: Finde ich sehr gut. Die Straße ist gefährlich und ich bin froh, dass ich meinen Sohn bedenkenlos über die Brücke schicken kann. Von dort aus kann man außerdem direkt runter zur Skaterbahn gehen.
Ungenutzte Flächen: Find ich gut. Warum muss denn alles einen bestimmten Zweck haben?
Louise-Schröder-Straße: empfinde ich als "tot". Würde da nicht zu Fuß lang gehen. Ist öde und irgendwie seltsam, was die Stimmung und Atmosphäre angeht.
Hochhaus Bücherhalle: Ist jetzt viel schöner als das alte. Die Bauarbeiten waren nervig, aber na ja, jetzt ist es besser. Und auch der Erhalt der Bücherhalle: super.
Parkausgang zur Max-Brauer-Allee: unscheinbar. Man kommt bei der Videothek raus und da ist meinem Empfinden nach der Grünzug zuende. Gibts auf der anderen Straßenseite noch was?

Also, vielleicht trägt das irgendwie bei, um einfach mal eine unbelastete Stimme einzufangen.


 
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Stand: 16.03.2009