Kein GrünEntzug in Altona !
In Altona findet ein Planungsprozess statt, der die Entwicklung unseres Stadtteils für die nächsten 15-20 Jahre prägen wird Mehr Altona - der Zukunftsplan. Es werden Pläne entwickelt für Flächen des Bahngeländes, für die Stadtbahn, die Ansiedlung von IKEA und die Umgestaltung des Grünzugs Altona.Für den Grünzug Altona gibt es politische Bestrebungen, Teile der Parkflächen zu bebauen und den Park als Flaniermeile umzugestalten (sogenanntes Konzept Hidde). Daher haben wir uns als AnwohnerInneninitiative AnwohnerInneninitiative Netzwerk Grünzug gegründet.
- Wir wollen verhindern, dass aktiv genutzte Parkflächen (z. B. Spielplatz, Parkcafé, Hundewiese, Gählerhaus) verkleinert und an den Rand gedrängt werden.
- Wir wollen keine zusätzliche hochpreisige 'Parkrandbebauung', die die Parkflächen weiter verkleinert und gleichzeitig den Nutzungsdruck auf diesen Flächen erhöht.
- Wir wollen eine Freiraumentwicklung, die auf bestehende und funktionierende Strukturen aufbaut.
- Wir wollen Raum für alle NutzerInnengruppen - ohne Verdrängung.
- Wir wollen Freiräume ohne Konsumzwang und Werbung für alle erhalten.
- Wir wollen die planrechtliche Sicherung der jetzt bestehenden Parkausweisung.
Die Aktivitäten und Proteste von vielen Menschen hier in Altona haben dazu geführt, dass der Bezirk Altona eine Bürgerbeteiligung plant.
Für Mehr Altona - der Zukunftsplan soll es einen Beteiligungsprozess geben. Eine Koordinierungsgruppe (mit Vertretern aus Altonaer Initiativen, Politikern und Verwaltungspersonal) hat nach intensiver Diskussion Grundstrukturen und Rahmenbedingungen geeigneter Beteiligungsformen erarbeitet und wird den Beteiligungsprozess begleiten. Das Vergabeverfahren für die Durchführung wurde vom Bezirk bereits angestoßen. Hier ein Zwischenbericht vom März 2010.
Wir fordern:
- Eine umfangreiche Beteiligung der AnwohnerInnen an diesem Prozess!
- Direkte Entscheidungsmöglichkeiten müssen zugestanden werden!
- Die Offenlegung aller schon geplanten Bauvorhaben, damit sich alle Menschen in Altona ein genaues Bild der Planungen des Bezirks und der BSU machen können!
Die größte Bedrohung des Grünzuges stellt die Verlegung der Vattenfall-Fernwärmetrasse dar, für die über 300 Bäume gefällt werden sollen. Diese Trasse sollte bisher durch den Gählerpark und den Bertha-Suttner Park führen. In Zusammenarbeit mit der Initiative moorburgtrasse-stoppen.de hat der BUND und Robin Wood Klage gegen diese Genehmigung eingereicht - und diese gewonnen! Nun muss der Trassenverlauf mit einer Umweltverträglichkeitsprüfung neu geplant werden.
Im Netzwerk "Recht auf Stadt" kämpfen wir zusammen mit anderen Initiativen für eine lebenswerte, menschliche Stadt www.rechtaufstadt.net.